Wie Ansätze aus der Facilitation die HR-Vision stärken können

Die Human Resources Abteilung gilt als zentraler Dreh- und Angelpunkt in Unternehmen. Sie ist nicht nur dafür verantwortlich, Crews aufzubauen, sondern ist auch maßgeblich am Erfolg ihrer individuellen Reisen beteiligt. Indem die HR motivierte Crews aufbaut und begleitet, nimmt sie großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Grundlage dafür ist allerdings ein tiefes Verständnis von Crews: für das, was sie motiviert und antreibt – ihre Vision. An eben dieser Schnittstelle setzt auch die Facilitation an und kann zum starken Co-Kapitän der HR-Abteilung werden. Mit Praxiserfahrung und einem Blick über den Tellerrand können externe Facilitator*innen den Wind in den Segeln des Unternehmens stärken und beim Erreichen des Zielhafens unterstützen.

Was ist eine HR-Vision und wieso ist sie wichtig?

Die Personalabteilung hat in Unternehmen zahlreiche Funktionen: Sie ist verantwortlich für die Personalbeschaffung, Personalentwicklung oder auch den administrativen Teil der Personalarbeit. Einen Leuchtturm für die Umsetzung all dieser vielfältigen Aufgaben bildet dabei die HR-Vision. Sie verkörpert das gemeinsame Zielbild, nach dem alle Mitarbeiter*innen agieren und ist abgestimmt auf die Vision des gesamten Unternehmens. Sie beantwortet beispielsweise Fragen, welche Ressourcen eingesetzt, welche Bereiche transformiert oder digitalisiert werden dürfen und welche Schritte auf der Agenda stehen, um die übergeordneten Ziele zu erreichen. Damit bildet die HR-Vision gleich aus mehreren Gründen einen zentralen Bestandteil jedes Unternehmens:

  • Sie stiftet Sinn und zeigt, wohin die Reise gehen soll.
  • Sie beschreibt ein gemeinsames Ziel, das für Commitment im gesamten Unternehmen sorgt.
  • Sie unterstützt das Employer Branding durch eine klare Positionierung zu Zielen und Werten.
  • Sie kann die Mitarbeiterbindung stärken, da Mitarbeiter*innen sich stark mit der (Employer) Brand identifizieren.

Darum kann externe Facilitation die HR-Arbeit unterstützen

Die HR-Vision als zentraler Teil der HR-Arbeit bildet einen Teil von dem ab, was auch Facilitation leisten kann. Denn Facilitation setzt an ähnlicher Stelle an: Sie unterstützt Crews bei der Definition ihres gemeinsamen Zielhafens und begleitet sie auf ihrem Weg zu diesem Hafen. Externe Facilitation kann daher gleich aus verschiedenen Gründen eine gewinnbringende Unterstützung für die HR-Arbeit sein.

  • Ähnliche Herausforderungen: Ob Konfliktlösung, Teamentwicklung oder Change Management – sowohl die HR-Abteilung als auch Facilitator*innen sehen immer wieder vor ähnlichen Herausforderungen. Während HR-Teams tiefer in ihrem Unternehmen verwurzelt sind, schaffen Facilitator*innen einen Blick über den Tellerrand, indem sie verschiedene Crews aus unterschiedlichen Unternehmen begleiten.
  • Haltung & Herangehensweise: Sowohl Facilitation als auch HR-Spezialist*innen teilen viele Gemeinsamkeiten in ihrer Haltung wie etwa Empathie, aktives Zuhören und die Förderung von Diversity und Inklusion. Eine facilitative Haltung kann die Effektivität der HR-Arbeit durch die Förderung offener Kommunikation und Mitarbeiterengagement steigern.
  • Frische Perspektive: Externe Facilitator*innen bringen einen neuen Blick ins Unternehmen und dessen Herausforderungen mit sich. Sie nehmen einen neutralen Standpunkt ein und können ihre Erfahrung mit anderen Crews und ihren Prozessen dafür nutzen, eine frische Perspektive auf Herausforderungen zu bringen.
  • Wind in den Segeln: Facilitator*innen bringen neben ihrer Erfahrung auch einen gut gefüllten Methodenbüddel mit sich, der effektiv in Workshops zum Einsatz kommen und Entwicklung in den Crews vorantreiben kann. Auch der klare Fokus auf die Crew ermöglicht häufig schnellere Veränderungen, da keine Ablenkung durch den Arbeitsalltag besteht.
Lego Workshop erklaren

5 Ansätze aus der Facilitation, die die HR-Vision stärken können

Ein gemeinsames Zielbild zu erarbeiten und einen Weg zu gestalten, über den die Crew den Zielhafen gemeinsam erreichen kann, wird schnell als abstrakter Prozess wahrgenommen. Eine der größten Herausforderungen sowohl für HR-Mitarbeitende als auch für Facilitator*innen ist deshalb, solche Prozesse greifbar und erlebbar zu machen. Dafür können verschiedene Ansätze in Frage kommen.

  • Smarte Fragstellungen: Sowohl für Konflikte als auch für das gemeinsame Verständnis können smarte Fragestellungen für klare Sicht sorgen. Statt beispielsweise vorauszusetzen, dass alle Crewmitglieder*innen das gleiche Verständnis für einen Arbeitsprozess oder die Ziele der Crew haben, darf jeder sein oder ihr individuelles Verständnis teilen. Anhand dessen kann ein Perspektivwechsel und anschließend ein gemeinsames Verständnis für die betreffende Situation entstehen.
  • Visualisierung: Statt Prozesse mündlich im Meeting festzuhalten, setzt Facilitation vor allem auf visuelle Elemente. Beispielsweise können ganze Workshops mit Hilfe von buntem Tape visuell begleitet werden, eine Struktur schaffen und Ergebnisse sichtbar und greifbar machen. Vor allem in Workshops, in denen eine gemeinsame Vision erarbeitet werden darf, eignen sich auch Methoden wie Lego® Serious Play®, die spielerisch vom individuellen zum kollektiven Zielhafen führen.
  • Eine starke Teamidentität: Eine Crew, die an einem Strang zieht und einen gemeinsamen Zielhafen vor Augen hat, ist motivierter, produktiver und erfolgreicher. Häufig ist es deshalb Aufgabe von Facilitator*innen, diesen Strang zu knüpfen und den Zielhafen zu visualisieren, etwa mit Wertekarten – ob für die HR-Vision, einen Transformationsprozess oder die Neuausrichtung einer Crew.
  • Hüte & Rollenprofile: Statt klassischer Stellenbeschreibungen setzen Facilitator*innen häufig auf Rollenprofile und Hüte, die zu Aufgaben und Rollen passen. Facilitator*innen beispielsweise schlüpfen während ihrer Workshops in die Rolle von Prozessbegleiterinnen, Eventmanager*innen oder auch Coaches. Können Crewmitglieder*innen sich mit ihren Rollen identifizieren, fühlen sie sich stärker an das Unternehmen gebunden und sind zufriedener in dem, was sie tun.
  • Personalentwicklung: Im Zuge der Personalentwicklung können beispielsweise spezifische Tests wie der Clifton Test dabei unterstützen, die Stärken und damit Entwicklungspotenziale von Mitarbeiter*innen zu definieren. So entsteht ein besseres Verständnis für Wünsche, Ziele und Rollen, das wiederum in Weiterbildungen genutzt werden kann.

Neben vielfältigen Methoden, Werkzeugen und Ansätzen geht es Facilitator*innen vor allem um die Haltung. Denn Facilitation ist eine Haltung, ein Mindset und die Art, methodisch Menschen zu führen. Diese Haltung kann sich aber nicht nur in Workshops, sondern auch in der Führungsebene im Unternehmen wiederfinden. Facilitative Leadership stellt Crews in den Mittelpunkt und möchte ihnen Eigenverantwortung ermöglichen, ihnen wertfrei gegenübertreten und ihnen die Möglichkeit geben, Ziele auf ihre eigene Weise zu erreichen.

Der Weg zur HR-Vision: gemeinsam im Workshop erarbeiten

Facilitator*innen und HR-Crews haben viel gemeinsam: Sie stehen vor ähnlichen Herausforderungen, haben ähnliche Herangehensweisen und verfolgen das Ziel, dass Crews gemeinsam an einem Strang ziehen. Während auch HR und Führungskräfte nach facilitativen Ansätzen arbeiten können, bringen vor allem im Zuge von Transformationsprozessen und größeren Veränderungen externe Facilitator*innen frischen Wind in den Segeln und neue Perspektiven, die die Crew voll in den Mittelpunkt stellen. Herausforderungen, vor denen sich die HR-Crew sieht, können durch Facilitator*innen in gemeinsam geplanten Workshops begleitetet werden. So kann eine enge Zusammenarbeit zu einer stärkeren, resilienteren und integrativeren Arbeitskultur führen, die einer klaren HR-Vision folgt.

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